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in Beth Chatto’s Garten
Die 20. Begegnung der Twinner aus Darmstadt und Ipswich/Martlesham fand dieses Jahr vom Mittwoch, den 9. Juni bis Sonntag, den 13. Juni in Ipswich statt.
Mit Ausnahne von Lisa, die einmal die Fahrt durch den Eurotunnel erleben wollte, waren die restlichen 13 deutschen Teilnehmer inviduell mit Ryanair angereist und wurden von ihren Gastgebern am Flughafen Stansted abgeholt.


Während sich am Donnerstagmorgen der Himmel über Deutschland eintrübte, war er in Essex blau und fast wolkenlos, ideal für einen gemeinsamen Spaziergang durch Beth Chatto’s Gartenanlage in der Nähe von Colchester, einer Stadt voller kultureller Sehenswürdigkeiten südwestlich von Ipswich. Die englischen Gartenanlagen sind immer eine besondere Augenweide, ob sie nun in Form ornamentaler Blumenbeete angelegt oder, wie der Garten bei Colchester, mehr naturbelassen sind.
Wir wanderten über gewundene Wege durch die reiche Blumenpracht und genossen den Blick auf den romantischen Teich. Die Fotografen unter uns entdeckten immer neue Motive für ihre Kameras. Beim anschließenden Mittagsessen in der Pub „The Swan“ trafen wir auch die deutschen Teilnehmer, die erst am Donnerstagmorgen angekommen waren.


Layer Marney Tower
Der Nachmittag führte uns Richtung Küste zum „Layer Marney Tower“, einer aus Ziegel gebauten Schlossanlage, einem sogenannten „Gate House“, aus der Zeit Heinrich VIII. An diesem Tag diente das Schloss auch als Wahllokal für die gerade stattfindende Europawahl. So begrüßte uns an der Schlosseinfahrt ein großen Schild: „Polling Station“.
Die Schlossherrin selbst führte uns durch Schlosskirche und das Schlossgebäude. Wir profitierten von ihrer intimen Kenntnis der Schlossarchitektur und der geschichtlichen Hintergründe. Wir erfuhren, dass die Anordnung von Frauen- und Männergemächern in übereinanderliegenden Stockwerken bereits kurz nach dem Bau des Schlosses außer Mode kam und dass die für die geometrischen Muster in der Ziegelfassade verwendeten schwarzen Ziegelsteine ganz natürlich beim Brennvorgang entstanden. Wir lernten auch interessante Einzelheiten über die täglichen Schwierigkeiten beim Management eines so großen historischen Gebäudekomplexes mit seinen erheblichen Unterhaltungskosten und langwierigen Genehmigungsverfahren beim Renovieren und Modernisieren der Räume.

Die Möwen, die in der Abenddämmerung dieses Tages über dem Landguard-Strand von Felixstowe kreisten, erblickten mit Erstaunen, unsere Gruppe von Twinnern, die nicht wie die andern Leute im warmen Auto sitzen blieben, um den Sonnenuntergang über der Meeresbucht vor Harwich zu genießen, sondern beschäftigt waren, Würstchen, Käse, Salate und Brote auszupacken und 2 kleine Grills aufzubauen für ein abendliches Picknick.
Es war schön, zu sehen, wie am wolkenlosen Himmel die Sonne langsam im Meer versank und in der hereinbrechenden Dunkelheit die Lichter von Felixstowe anfingen, zu leuchten. Aber dann fing eine empfindlich kalte Brise an zu wehen, so dass sogar Eileen froh war, ihre orangenfarbene Jacke dabei zu haben.
Freitagmorgens trafen wir uns alle bei British Telecom im Adastral Park, dessen Gebäude nach Sternen und deren Räume nach berühmten Wissenschaftlern benannt sind. Im Sirius Haus gab es zunächst Kaffe und Tee und eine Begrüßung durch den Direktor. Es schloss sich eine Führung durch den Ausstellungsraum an. Wir hörten dort einen Vortrag über Breitbandkommunikation und lernten die intelligente Küche der Zukunft kennen. Besonders aber gefiel uns der kleine Roboterhund der Firma Sony, der computergesteuert winken und sich schlafend stellen konnte und der sich mit seiner eingebauten Kamera auch gut als Babysitter eignet.


Roboterhund
Nach dem Mittagessen im Newton Raum konnte jeder den Nachmittag nach Belieben gestalten. Wir machten mit unsern Gastgebern einen Spaziergang durch die Parkanlagen von Ipswich und kauften im Stadtzentrum ein paar Bücher.

Am Abend trafen sich die Gruppe erneut, diesmal zum Fish and Chips-Essen im Garten eines Ipswicher Restaurants, dessen Attraktion eine Quoitsanlage war. Quoits ist ein altes Spiel englischer Farmer, bei dem 2 je knapp 2 kg schwere Eisenringe aus ca. 12m Entfernung geworfen in einem kreisförmiges Zielfeld möglichst exakt über einem senkrechten kurzen Stab landen sollen. Der Ring ist die sportliche Weiterentwicklung einer eisernen Wurfscheibe, die Landsknechte gegen Ritter einsetzten. Wer von uns sich mit Werfen versuchte, musste bald erkennen, dass es einige Kraft und Übung erfordert, das Zielfeld zu treffen.

Für den am Samstag geplanten Tagesausflug mit dem Zug teilte sich die Gruppe in begeisterte Zugfahrer, die auf der Route Ipswich-Ely-Norwich-Ipswich überwiegend die am Zugfenster vorbeiziehende Landschaft genießen wollten und Stadtbummler, die in den direkten Zug nach Norwich stiegen, um sich dort Markt, Kathedrale und das Altstadtleben anzusehen.


Jubiläumstorte wird angescnitten
Während wir Ausflügler unser Vergnügen hatten, mussten Viv, Dave, Eileen und einige andere hart arbeiten, um Salate, Kuchen, Steaks und Würstchen für die große Barbecueparty am Abend vorzubereiten. Die wurde dann auch ein voller Erfolg. Die drohenden Regenwolken verzogen sich. Neben dem Duft der Steaks und Grillwürste begrüßten 3 Flaggen über der Einfahrt, die deutsche, die englische und die britische, deutsche Gäste und englische Gastgeber und darüber hinaus viele ehemalige und neue Bekannte, die gekommen waren, obwohl sie keine Gäste hatten.
Ehe der Geburtstagskuchen zum 20-jährigen Jubiläum angeschnitten wurde, hielt Tony eine lustige Rede in Germenglish und Deutsche und Engländer sangen je ein Lied.
So wurde es ein langer und vergnügter Abend und insgesamt eine Begegnung, an die sich die Teilnehmer noch lange gerne erinnern werden.
(Alfred Corbet)
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