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Vom Abfall zum Wertstoff

Am Eingang des Darmstädter Müllheizkraftwerks, den täglich etwa 150 Müllwagen passieren, treffen sich am 27. April 17 Jumelage-Mitglieder mit Herrn Bayer zu einer Führung durch die Anlage.

 

Als erstes zeigt uns Herr Bayer im Vorführraum des MHKW einen 10-minütigen Film. Dieser gibt uns einen Überblick über den Weg,den der Müll nimmt, welchen die Müllautos in den 3000m³ großen Müllbunker kippen.

Die weißen Helme, die wir während der Führung tragen, sind wohl als mehr als Dekoration für das Gruppenfoto als zur Sicherheit gedacht. Wir werfen zunächst unten einen Blick in den Müllbunker, der 1000 Tonnen Abfall fasst. Besonders beeindruckend sind die beiden Müllkräne, die sich wie Riesenspinnen aus einem SF-Film an langen Seilen herabsenken. Sie packen ihre Beute, den Müll, mit ihren jeweils 6 Greifarmen, um ihn hoch oben in einen der Einfülltrichter der 3 Verbrennungsöfen fallen zu lassen.

Ein noch eindrucksvolleres Bild bietet sich von oben aus der Perspektive der beiden Kranführer. Man schaut in einen Abgrund, wo tief unten die beiden Spinnengreifer in die Müllberge beißen und jeweils Müll im Gewicht von 2 PKWs in die Höhe zu den Ofenschächten ziehen. Auf dem Weg zur Steuerzentrale dürfen wir durch eine dicke Glasscheibe hindurch einen Blick in die bis zu 1100° heiße Gluthölle in einem der Brennöfen werfen. In der Steuerzentrale der Anlage sehen wir eine lange Wand mit einer verwirrenden Vielfalt von Diagrammen, verschiedenfarbiger Lämpchen, symbolischen Anzeigen für Ventilatoren, Klappen, Temperatur, Abgasen und dergleichen mehr. Der Bereich der Öfen ist der kleinere Teil der Anlage. Was dahinter kommt dient der Aufbereitung, Weiterverwertung und Reinigung der Verbrennungsprodukte. Wir sehen, wie die festen Verbrennungsrückstände aus den Öfen in einen Graben fallen, wo sie für die Weiterverwendung im Straßenbau gesammelt werden. Wir werfen einen Blick in die Halle, wo die Verbrennungshitze zur Erzeugung von Strom über Dampfturbinen genutzt wird, und betrachten die Leitungen, die Dampf als Fernheizungswärme in Gebäude der Umgebung transportieren. Auf der Dachterrasse beeindrucken uns nicht nur der riesige Rohrkomplex der Lüftung und aufwendigen Abgasreinigung, sondern auch die gute Aussicht auf  Darmstadt und das Industriegebiet. Mit einem Blick in den 100 m hohen Schornstein mit 3 Kaminzügen endet die Führung.

Alfred Corbet

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