Aktuelles

Nach der Lockerung der Covid-19 Beschränkungen bieten wir einige Outdoor-Veranstaltungen wie Wandern, Boulespielen und Radfahren an. 

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Rund 20 Mitglieder und Freunde der Jumelages Darmstadt haben am Sonntag, dem 6. Mai, an einer Wanderung rund um Schaafheim teilgenommen. Schaafheim liegt – von Feldern, Wiesen und Wäldern umrahmt –

am Fuße des Odenwaldes und am Rande des Spessarts, unweit der hessisch-bayrischen Landesgrenze. Der Ort blickt auf eine bewegte fast 1200-jährige Geschichte zurück, von der viele schön renovierte Fachwerkhäuser im Ortskern Zeugnis ablegen. Die Wanderer – darunter Familien mit Kindern– konnten am Wandertag ausschlafen, denn die Wandertour begann erst um 12:30Uhr an der Kulturhalle in Schaafheim. Auf unserem Weg durch die engen Gassen Schaafheims kamen wir an mehreren historischen Gebäuden und Gedenkstätten vorbei. Nachdem wir eine Steigung bewältigt hatten, sahen wir in der Ferne unser erstes Etappenziel, das 218 m hoch gelegene Wahrzeichen des Bachgaus, den Wartturm. Der Turm wurde 1492 an der alten Landwehr erbaut. Einige Wanderer bestiegen ihn, um den einzigartigen Panoramablick über den Bachgau zu genießen. Die jüngeren Wanderer interessierten sich mehr für die Modellflugzeuge, die auf dem benachbarten Fluggelände starteten und landeten. Weiter ging es durch Wiesen und Felder auf dem „Panoramaweg“, von dem wir einen herrlichen Ausblick sowohl in den Spessart als auch, in die andere Richtung, bis nach Frankfurt hatten. Bald erreichten wir unser zweites Etappenziel, die Straußenfarm „Tannenhof“. Dort begrüßte uns Stephanie Roth, um uns in mehr als einer Stunde mit ihren Zuchttieren bekannt zu machen. Die Laufvögel können bis zu 60 Jahre alt werden und bis zu 70 km schnell rennen. Sie sind ausgesprochen neugierig. Während Frau Roth uns das Wesen ihrer Strauße erklärte, pickten diese ständig auf die Schulter ihrer Züchterin oder zogen an ihren Haaren. Die Nachzucht ist überwiegend zur Fleischgewinnung gedacht. Die Strauße werden vollständig verarbeitet. Was nicht gegessen werden kann – wie die dickwandigen Straußeneier – wird zu Kunsthandwerk oder Eierlikör verarbeitet. „Geht besser nicht zu dicht ran“, warnte Stephanie Roth vor allem unsere jungen Wanderer, „die Strauße können euch mit ihren Schnäbeln verletzen“. Von der Straußenfarm ab gingen wir talwärts Richtung Schlierbach. Schon bald verließen uns die jüngsten Wanderer mit ihren Eltern, um nach Schaafheim zurückzukehren. Die anderen erreichten bald den Ort Schlierbach mit schönen Fachwerkhäusern und munteren Bächen. Von dort liefen wir auf Waldwegen zu unserem Ausgangspunkt in Schaafheim zurück. Hungrig von der mehr als 10 km langen Wanderung kehrten wir schließlich in einem Restaurant ein, in dem die Feinschmecker unter uns das zarte Fleisch des Vogels Strauß genossen.
Meinhard Dausin

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